Wohnungsräumungen: Einmal Ja sagen – und dann wird’s still
Wohnungsräumungen: Einmal Ja sagen – und der Kopf wird wieder frei
Es beginnt selten mit einem Plan. Es beginnt eher mit einem Blick: in den Flur, auf die Kisten, auf den Schrank, der „eigentlich noch gut ist“, auf den Keller, der seit Jahren „nur kurz“ aufgeräumt werden müsste. Und dann kommt dieser Moment, der gleichzeitig lächerlich und ernst ist: Man steht da, mitten im eigenen Zeug, und merkt – das ist nicht mehr Besitz. Das ist Ballast mit Etikett.
Wohnungsräumungen haben darum etwas Brutales und etwas Befreiendes. Brutal, weil sie Entscheidungen erzwingen, die man monatelang (oder jahrelang) vertagt hat. Befreiend, weil sie in wenigen Stunden erledigen können, wofür der Kopf sonst jeden Abend heimlich Energie verbrennt. Man sagt einmal „Ja“ – und plötzlich entsteht Raum. Nicht nur in Zimmern. Im Denken.
Der grösste Irrtum: „Ich mach das schnell selbst“
Dieser Satz ist wie ein Zauberspruch, der nie funktioniert. „Schnell selbst“ bedeutet in der Realität: Samstag wird zu Sonntag, Sonntag wird zu „nächsten Monat“, und irgendwann wird aus „ich mach das“ ein stilles Schuldgefühl, das im Hintergrund weiterläuft. Wie ein Programm, das niemand schliesst. Denn eine Räumung ist nicht einfach tragen.
Eine Räumung ist: entscheiden, sortieren, schleppen, entsorgen, putzen, erklären, wieder entscheiden, nochmal sortieren – und zwischendrin emotional stolpern, weil man plötzlich den Brief findet, den man vor Jahren gesucht hat. Oder die Uhr. Oder das kleine Ding, das man nicht mehr auf dem Radar hatte, aber sofort im Brustkorb spürt. Wohnungsräumungen sind nicht körperlich schwer, weil Dinge schwer sind. Sie sind schwer, weil jede Kiste eine Frage stellt: „Bin ich Müll oder Erinnerung?“
Die drei Sortierlügen, die uns fertig machen
1) „Das kann man sicher noch brauchen.“
Klar. Irgendwann. Vielleicht. Im Paralleluniversum mit mehr Platz, mehr Zeit und weniger Terminen. In der echten Welt wird „kann man brauchen“ oft zu „steht im Weg“ – und „steht im Weg“ wird zu „macht den Kopf müde“.
2) „Das ist zu schade zum Wegwerfen.“
Stimmt auch. Aber „zu schade“ ist kein Lagerkonzept. „Zu schade“ ist ein Gefühl, das man würdigen darf – ohne dass es gleich ein lebenslanges Mietverhältnis mit dem Keller eingeht.
3) „Ich entscheide später.“
Später ist ein Ort ohne Adresse. Man erreicht ihn nie. Und genau darum schiebt man Räumungen nicht auf – man verschiebt nur die Unruhe.
Warum ein einziges Ja so viel verändert
Es gibt Ja’s, die romantisch sind. Und dann gibt es das Ja, das banal klingt und trotzdem eine ganze Woche rettet: „Ja, wir machen das jetzt.“ Sobald dieses Ja steht, passiert etwas Merkwürdiges: Der Kopf hört auf, permanent im Hintergrund Inventar zu zählen. Die innere To-do-Liste wird leiser. Man kann wieder schlafen, ohne an das Treppenhaus zu denken. Man kann wieder telefonieren, ohne nebenbei zu rechnen, wie viele Fahrten das noch sind. Wohnungsräumungen sind in diesem Sinn wie ein Reset-Knopf. Nicht, weil sie das Leben neu machen – sondern weil sie das Störgeräusch rausnehmen.
Das Chaos hat eine Dramaturgie (und sie ist immer gleich)
Erst wirkt alles machbar. Dann kommt der Moment, in dem man merkt, dass der Schrank nicht durch die Tür passt. Dann die Erkenntnis, dass „nur schnell runtertragen“ eigentlich bedeutet: fünf Stockwerke, kein Lift, drei Ecken, zwei Kratzer im Geländer, ein Nachbar, der plötzlich im Türrahmen steht und fragt: „Zügeln Sie?“ Spätestens da wird klar: Es geht nicht um Muskeln. Es geht um System. Und System bedeutet: Reihenfolge. Wege. Schutz. Demontage dort, wo’s sein muss. Transport ohne Chaos-Spuren. Entsorgung so, dass „weg“ nicht „irgendwo“ heisst. Wir von Müller Entsorgung mögen solche Systeme. Nicht, weil wir Ordnung lieben wie ein Hobby – sondern weil Ordnung den Menschen schützt, der gerade keine Kraft für Umwege hat.
Der stille Teil: Abschied ohne Bühne
Bei vielen Räumungen hängt etwas in der Luft, das niemand laut sagt. Man räumt nicht nur Möbel. Man räumt Lebensphasen. Man räumt das „damals“. Man räumt das „eigentlich“. Und manchmal räumt man das „ich hätte“. Das kann bei einem Nachlass passieren. Bei einer Trennung. Bei einem Seniorenumzug. Oder einfach, weil man merkt: Ich will nicht mehr wohnen wie ein Lager. Man muss dabei nicht dramatisch sein. Man muss nur ehrlich sein. Dinge dürfen gehen, ohne dass man sie entwertet. Erinnerungen werden nicht leichter, weil man sie in Kartons konserviert. Manchmal werden sie leichter, wenn man ihnen kurz in die Augen schaut – und dann weitergeht.
Wert ist manchmal dort, wo man ihn nicht erwartet
Es gibt Räumungen, die fühlen sich an wie Verlust. Und dann gibt es diese überraschenden Momente: Eine Münze, die man nie beachtet hat. Eine Uhr, die nicht „alt“ ist, sondern „Marke“. Kupfer, das nicht nach Schrott aussieht, aber plötzlich zählt. Zinn, das man für Deko hielt, und das doch Wert hat. Das ist nicht Magie. Das ist nur der Unterschied zwischen „weg“ und „verstanden“.
Der Schluss ist kein Ende – eher ein Aufatmen
Das Schönste an Wohnungsräumungen ist nicht der leere Raum. Es ist das Geräusch danach: dieses sehr spezielle Nichts. Kein Stapel, der noch wartet. Keine Ecke, die noch schreit. Keine Kisten, die einem beim Vorbeigehen das Gewissen streifen. Und dann, ganz unspektakulär, passiert das, was man vorher nicht planen kann: Der Kopf wird wieder frei. Nicht, weil alles perfekt ist – sondern weil es nicht mehr drückt. Einmal Ja sagen. Und dann ist da wieder Platz. Für Ruhe. Für Tempo. Für Leben.
Häufige Fragen
Was ist bei Wohnungsräumungen typischerweise dabei?
Je nach Auftrag gehören oft Demontage, Tragen, Transport und die korrekte Abfallentsorgung dazu – bis hin zur besenreinen Übergabe.
Muss ich während der Räumung vor Ort sein?
Nein. Wenn Schlüssel/Übergabe sauber geregelt sind, kann das auch ohne Ihre Anwesenheit laufen.
Was passiert mit heiklen Sachen (z.B. Elektro, Farben, Chemie)?
Solche Abfälle brauchen korrekte Wege. Offizielle Infos dazu finden Sie beim BAFU (Abfall / Abfallwegweiser).
Kann Wert angerechnet werden (Gold, Münzen, Kupfer, Zinn, Uhren)?
Ja – wenn vorhanden, kann eine Wertanrechnung oder ein Ankauf Sinn machen. Wichtig ist, dass das transparent und nachvollziehbar passiert.
Wie finde ich heraus, wie Sperrgut in meiner Stadt/Gemeinde geregelt ist?
Viele Städte/Gemeinden haben klare Vorgaben, teils mit Abholdienst oder Termin-System. Beispiele unten bei den offiziellen Links.
BAFU – Abfallwegweiser A–Z: https://www.bafu.admin.ch/de/abfallwegweiser-a-z
abfall.ch (Entsorgungs-Suchmaschine CH): https://www.abfall.ch/
Swiss Recycle – Recycling in der Schweiz: https://swissrecycle.ch/de/wertstoffe-wissen/recycling-in-der-schweiz
Stadt Zürich – Wo und wann entsorgen: https://www.stadt-zuerich.ch/de/umwelt-und-energie/entsorgung/wo-und-wann-entsorgen.html
Kanton Basel-Stadt – Sperrgut: https://www.bs.ch/themen/umwelt-und-bauen/abfall-und-sauberkeit/abfall-abc/sperrgut
Stadt Bern – Sperrgut: https://www.bern.ch/themen/abfall/entsorgungs-abc-was-entsorge-ich-wie/sperrgut
Stadt Luzern – Abfallentsorgung: https://www.stadtluzern.ch/dienstleistungeninformation/3550
Ville de Genève – Objets encombrants: https://www.geneve.ch/themes/environnement-urbain-espaces-verts/recyclage-dechets-menagers/objets-encombrants
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